Bayerischer Theaterspiegel

StadlTheater Hattenhofen
Das „StadlTheater Hattenhofen e.V.“ wurde am 17.03.2016 gegründet und ist am 01.04.2016 dem VBAT beigetreten. Grund genug für mich, die Premiere des Stückes „Sag niamois nia“ anzusehen und den Verein kennen zu lernen. Dies wollte auch der Autor des Stückes, Achim Pöschl, der zur Premiere da war.
Gespielt wird im umgebauten Stadl der Familie Hillmayr. Es gibt Platz für rd. 200 Zuschauer an Biertischen und Bierbänken. Eine riesengroße Bühne erlaubt ein einwandfreies Theaterspielen. Die Zuschauer werden daneben mit Speis und Trank vor, zwischen und nach dem Theater gut versorgt.
Anläßlich der 950-Jahrfeier der Gemeinde haben sich die Theaterbegeisterten des Sportverein, des Schützenvereins und des Gesangvereins zusammen gefunden, um zum Jubiläum der Gemeinde ein gemeinsames Theaterstück aufzuführen.
Daraus ist dann der Wunsch eines gemeinsamen Theatervereins entstanden. 53 Gründungsmitglieder starteten am 17.03.2016 mit der Gründung des StadlTheaters Hattenhofen. Logisch war auch der Beitritt zum VBAT. Geplant ist, jedes Jahr im Frühjahr eine Produktion vorzustellen. Man will dabei nicht unbedingt reines Bauerntheater spielen. Dass die Inszenierung des Stückes ohne Spielleitung/Regisseur erfolgte, hat mich überrascht und fasziniert.
Alle Spielerinnen und Spieler haben gemeinsam das Theater erarbeitet. Dabei haben die Akteure auf der Bühne so gut gespielt, dass ich kurzzeitig den Verdacht hatte, dass ein Profi Regie geführt hatte. Stolz verriet der Vorsitzende Christian Ettenberger, dass sie voraussichtlich auch zukünftig auf einen Spielleiter verzichten wollen.
Das zeigt wieder einmal eindrücklich, wie vielseitig das Amateurtheater in Bayern ist. Noch ist im Theaterstadl nicht alles optimal, das hat das Premierenpublikum und mich nicht gestört. Ist doch der Verein erst im Aufbau – so wie es auch der Umbau des Theaterstadls ist. Dazu wünschen wir dem Verein auch in den nächsten Jahren eine glückliche Hand.

Gerhard Berger
Landesspielleiter

http://www.amateurtheater-bayern.de/files/Theaterspiegel/2016/BTS_02_2016_web.pdf